In diesem Beitrag möchten wir Sie über die Vor- und Nachteile gängiger 16,- 17, -und 18 Zoll großen Reifen aufklären. Angesprochen werden beispielsweise Punkte wie Fahrverhalten- und komfort, Aquaplaning und Grip.

Grundsätzlich kann der Verbrauch bei der Verwendung größerer Reifen von den Serienangaben der Hersteller abweichen. Dies ist allerdings normal, da mit einem breiteren und schwereren Reifen ja auch mehr bewegt werden muss und der Motor somit mehr Leistung zur Verfügung stellen muss.

16 Zoll – die Kleinsten:

Die schmalen und dünnen Reifen sind vor allem für kleine bis mittelgroße Autos die richtige Wahl. Bei nasser Fahrbahn ist der Grip, vor allem beim Bremsen, eher bescheiden, da die Reifenfläche, die die Straße berührt, nur sehr schmal und entsprechend schlecht haftend ausfällt. Auch bei trockener Fahrbahn sind 16 – Zöller aber oft die, die im Vergleich zu breiteren Reifen das Nachsehen haben: Der Bremsweg ist erheblich länger, teilweise um einige Meter, was in brenzligen Situationen natürlich schnell zur Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger werden kann.

Kurvendynamik zählt ebenfalls nicht zu den Stärken konventioneller 16 – Zöller.

Unser Fazit: 16 – Zoll – Reifen eigenen sich am besten für Autofahrer, die ein kleineres Fahrzeug bis anderthalb Tonnen bewegen und nicht zu viel Wert auf Kurvendynamik und Grip auf der Fahrbahn legen. Außerdem sind sie im Vergleich zu anderen Größen relativ preisgünstig, wodurch sie für sparsame Menschen natürlich die bessere Wahl sind.

17 Zoll – der Mittelweg:

17 Zoll – der Mittelweg zwischen 16 und 18 bietet einen besseren Grip, ein besseres Fahrverhalten und eine höhere Kurvendynamik als die kleineren Kollegen. Bei nasser Fahrbahn oder bei Schnell bzw. Eis haften sie besser auf der Straße und rutschen weniger leicht ab, wodurch sich die Unfallgefahr erheblich verringert, da der Fahrer besser die Kontrolle über sein Fahrzeug halten kann. Weiterhin ist der Bremsweg kürzer, etwas um fünf bis zehn Meter (im Vergleich zu 16 Zoll großen Rädern). Die Unfallgefahr, beispielsweise bei Personen auf der Fahrbahn oder spielenden Kindern, wird hierdurch noch weiter verringert.

17 Zoll – Reifen sind besonders für mittelgroße Fahrzeuge wie Limousinen geeignet. Allerdings können Sie auch kleinere Fahrzeuge wie einen Golf oder BMW 1er damit ein wenig „aufmotzen“. Aber auch für Kombis oder Vans ist diese Reifengröße ideal. Sie eigenen sich daher besonders gut für die Montage an ca. 2 – 3 Tonnen schweren Fahrzeugen. Preislich bewegen sie sich je nach Marke und Modell im Mittelfeld zwischen 16 und 18 Zoll, sie sind dementsprechend eher für Menschen, die etwas mehr Geld in ihr Fahrzeug stecken, geeignet.

Fazit: Für Autofahrer, die Wert auf einen kurzen Bremsweg bei nasser sowie trockener Fahrbahn legen, die Kurvendynamik und Grip auf der Straße sehen möchten, für die lohnt sich die Anschaffung von 17 – Zöllern am ehesten. Sie sind nicht die teuersten, aber auch nicht die günstigsten Reifen, daher sollte man schon zu einigen Investitionen bei der Aufrüstung seines Autos bereit sein.

18 Zoll – größer und besser:

Der größte, teuerste und in unseren Augen beste Reifen für größere Fahrzeuge oder zum Tunen kommt natürlich zum Schluss. Zum Tunen ein gängiger Hingucker, für die Optik oder für ein gutes Fahrverhalten – 18 – Zöller können in jeder Hinsicht mit diesen Eigenschaften punkten.

Das Bremsverhalten der meisten Modelle ist im Vergleich zu den anderen beiden Reifengrößen das Beste, das ein Reifen haben kann, sowohl bei nasser, als auch bei trockener Fahrbahn.

Um im Ernstfall schwere Verkehrsunfälle oder Kollisionen zu vermeiden, sind beim Kauf eines Reifens grundsätzlich die Griffigkeit und der Bremsweg zu beachten. Hochwertige Reifen kommen bei ca. 50 Metern zum Stehen, auch bei Regen. Weniger hochwertige erst bei 60 bis 80 Metern.

Das Fahrverhalten ist ein weiterer Aspekt, der bei der Beurteilung des Reifens eine elementare Rolle spielt. Der Fahrer sollte jederzeit die Kontrolle über sein Fahrzeug halten können, auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen wie Starkregen, Schneefall, Hagel oder Eis. Beim Umrüsten auf neue, größere Reifen bzw. Felgen stehen neben einem Besuch beim TÜV meist keine weiteren Kontrollen oder Inspektionen an, die Umrüstung erfolgt einfach und unkompliziert. Das Fahrverhalten in Kurven, das Einlenkverhalten und der Grip auf der Fahrbahn sind weitere wichtige Punkte, die für die Montage von 18 – Zoll – Rädern sprechen. Bei zu günstigen Produkten kommt es allerdings gerne einmal zu ungewollten, unangenehmen oder lauten Geräuschen beim Lenken. Dies ist auf die größere Reifenfläche bzw. die Verwendung minderwertigen Gummis zurückzuführen. Sie sollten also beim Kauf darauf achten, hochwertige Produkte bekannter Markenhersteller wie Continental oder Pirelli zu wählen. Diese sind in Tests mehrfach ausgezeichnet und bieten ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis.




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