Donnerstag, Januar 28, 2021

Intelligenter Leichtbau: Der BMW M3 CRT

Im Rahmen des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring präsentiert die BMW M GmbH den M3 CRT (Carbon Racing Technology). In diesem BMW konzentriert sich der aktuellste Stand der unmittelbar aus dem Rennsport inspirierten Entwicklungskompetenz in den Bereichen Antriebs- und Fahrwerkstechnologie sowie intelligenter Leichtbau. Erstmals wird bei diesem M3 ein neuartiges und in der Automobilindustrie weltweit einzigartiges Verfahren für die Produktion von Komponenten aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) genutzt. Der dadurch ermöglichte, besonders umfangreiche Einsatz von CFK verhilft dem von der Manufaktur der BMW M GmbH auf der Basis der BMW M3 Limousine konzipierten Hochleistungssportwagen zu einem Leistungsgewicht von 3,5 Kilogramm pro PS. Sein hochdrehender V8-Motor mit einer Leistung von 450 PS (331 kW) beschleunigt den BMW M3 CRT in nur 4,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Der neue M3 CRT wird von der Manufaktur der BMW M GmbH in einer limitierten Auflage von 67 Einheiten gefertigt. Nach dem in einer Stückzahl von 135 Fahrzeugen gebauten BMW M3 GTS ist dies bereits die zweite Kleinserie eines für den Rennsport konzipierten und mit einer Straßenzulassung versehenen Hochleistungssportwagens. Der exklusive Charakter der Limousine wird dabei durch modellspezifische Leichtbaukomponenten unterstrichen, denen ein innovatives Produktionsverfahren zugrunde liegt. Der BMW M3 CRT verfügt über eine Motorhaube sowie über Sitzschalen für Fahrer und Beifahrer aus Carbon-Zellstoffwaben, die in einem weltweit einzigartigen Verfahren im Rahmen der Fertigung von Karosseriebauteilen für die Modelle BMW i3 und BMW i8 entstehen.

Die ab 2013 in Großserie gebauten und mit innovativer Elektro- beziehungsweise BMW ActiveHybrid Antriebstechnologie ausgestatteten Modelle erhalten eine im Bereich der Fahrgastzelle vollständig aus CFK bestehende Karosserie. Das dafür entwickelte Produktionsverfahren ermöglicht erstmals auch eine Weiterverarbeitung der im Karosseriebau anfallenden Verschnittanteile. Das aus Kohlefaserfäden zusammengesetzte Rohmaterial kann erstmals zu CFK-Matten in beliebiger Größe verwoben und anschließend in der gleichen Weise wie das in den Karosserien des BMW i3 und des BMW i8 eingesetzte Material mit Kunstharz getränkt und gehärtet werden. Für den BMW M3 CRT entsteht so eine Motorhaube aus zwei CFK-Schalen, die eine Aramidwabe umschließen. Sie erreicht den Festigkeitsgrad eines herkömmlichen Stahlbauteils bei einem auf rund ein Viertel reduzierten Gewicht. Im Vergleich zur Aluminium-Motorhaube der serienmäßigen BMW M3 Limousine ergibt sich eine Gewichtsreduzierung um rund 50 Prozent.

Ein weiterer Anteil des durch die innovative Fertigungstechnik gewonnenen Materials wird für die Sitzschalen verwendet. Hier umschließen die CFK-Schalen eine Recyclingpapierwabe, zusätzlich ist im Sichtbereich eine in herkömmlicher Produktionstechnik gefertigte Carbon-Schicht aufgebracht. Darüber hinaus verfügt der BMW M3 CRT auch über einen Heckspoiler und ein in die Frontschürze integriertes Luftleitelement aus CFK. Das innovative Fertigungsverfahren erschließt ein erhebliches Potenzial für die verstärkte Nutzung von CFK zur Gewichtsoptimierung bei Serienfahrzeugen. Die BMW Group will auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle im Automobilbau übernehmen, die BMW M GmbH kann beim intelligenten Leichtbau auf umfangreiche Erfahrung aus dem Motorsport zurückgreifen.

Serienmäßig ist der BMW M3 CRT mit dem M Doppelkupplungsgetriebe mit Drivelogic, Navigationssystem Professional, BMW Individual High End Audiosystem, Licht-, Außenspiegel- und Gepäckraumpaket sowie Alarmanlage und Park Distance Control mit Sensoren an Fahrzeugfront und -heck ausgestattet. Trotz dieser besonders umfangreichen Serienausstattung unterschreitet sein Leergewicht mit 1 580 Kilogramm den entsprechenden Wert der BMW M3 Limousine um rund 45 Kilogramm. Unter Berücksichtigung der Ausstattungsmerkmale ergibt sich sogar ein Gewichtsvorteil von rund 70 Kilogramm. Die gezielte Reduzierung des Gewichts im vorderen Fahrzeugbereich sorgt außerdem für einen auf 48,4 Prozent gesteigerten Hinterachslastanteil, der sich besonders positiv auf die Agilität des Fahrzeugs auswirkt.

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