Samstag, Juni 19, 2021

BMW 2002 Hommage: In Anlehnung an den legendären BMW 2002 turbo

Im Rahmen des diesjährigen Concorso d’Eleganza Villa d’Este ehrte der Münchner Autobauer BMW ein traditionelles Modell mit einer neuartigen Studie: den BMW 2002 turbo. Während der BMW 2002 turbo vor genau 50 Jahren noch als automobile Ingenieurskunst schlechthin galt, soll die Studie namens BMW 2002 Hommage an eben jene Erfolgsära anknüpfen und erinnern. Wir erklären euch, was die Studie auszeichnet und klären die Gemeinsamkeiten zwischen altem 2002 und neuem 2002 Concept.

Schöneitswettbewerb am Comer See

Traditionellerweise gilt der Concorso d’Eleganza Villa d’Este als Schönheitswettbewerb am Comer See und als Vorzeigewettbewerb der kühnsten und schönsten Autoträume. Immer wieder sind die Münchner vertreten, die erst im vergangenen Jahr mit dem BMW 3.0 CSL Hommage R auf dem Concours d’Elegance in Pebble Beach das 40-jährige Firmenjubiläum innerhalb Nordamerikas zelebrierten. Die BMW 2002 Hommage bestreitet einen ähnlichen Weg, feiert jedoch ein ganz besonderes BMW-Modell, das noch heute als Leckerbissen in der Youngtimer- und Tuning-Szene gilt. Gleichzeitig gibt die Hommage aber auch einen Ausblick auf einen kommenden BMW M2 CSL, den sich die BMW-Gemeinde sehnlichst wünscht.

Mischmasch aus altem BMW 2002 und BMW M2

Optisch wirkt die BMW 2002 Hommage wie ein Mischmasch aus altem BMW 2002 und nigelnagelneuem BMW M2. Insbesondere die aerodynamischen Details an Front, Heck und Seitenflanken machen Lust auf eine aufgepeppte Variante des BMW M2 (F87), die im Vergleich zur Studie einen erstaunlich biederen Eindruck erweckt. Langer Radstand, kurze Überhänge und die als so genannte „Sharknose“ bezeichnete Front machen die Studie zum Augenschmaus für Motorsportler und Tuning-Freunde. Zahlreiche Luftöffnungen sollen nicht nur den optischen Auftritt verbessern, sondern auch für eine optimale Aerodynamik und bestmöglichen Abtrieb bei ambitionierten Fahrsituationen sorgen. Räderseitig bekommt die BMW 2002 Hommage mächtige Leichtmetallräder in 20 Zoll spendiert, die in Kombination mit goldenen Bremssätteln und dem obligatorischen BMW M-Logo einen modernen und stylischen Eindruck erwecken.

Viele Details vom BMW 2002 turbo entnommen

Im Vergleich zum ehemaligen BMW 2002 turbo fällt das Carbonband an der Karosserie auf, das für eine optische Unterteilung sorgt und an das Chromband der damaligen 02er-Reihe erinnert. Optische Anlehnungen an frühere Motorsport-Fahrzeuge finden sich auch beim matt lackierten Dach, Heckdeckel und der mattschwarzen Motorhaube. Die matten Farben sollten im Motorsport vor allen Dingen Reflexionen durch direkte Sonneneinstrahlung verhindern und dem Fahrer beste Sicht auf Rundstrecke, Rallye und Co. gewährleisten. Besonders sehenswert ist die einmalige Lackierung der BMW 2002 Hommage: Die Münchner wählten so genanntes Space Race Metal, das einen je nach Lichteinfall metallic-blauen bis metallic-grauen Eindruck vermittelt. Karosserieseitig am auffälligsten sind wohl ohne Zweifel die enorm voluminös gestalteten Radhäuser, die nicht nur an die verbreiterten BMW-Kotflügel des BMW 2002 turbo, sondern auch an zeitgemäße Tuningteile und Co. erinnern. Moderne BMW-Optik in Kombination mit altbewährter Rennsport-Optik findet sich vor allen Dingen beim Blick ins Gesicht der Hommage: Moderne Doppelnierenstäbe, zwei Einzelscheinwerfer und goldfarbene Reflektoren oder separate Blinker oberhalb der Scheinwerfer vereinen den ehrfürchtigen Urahnen mit moderner BMW-Charakteristik. Interessant auch: Heckseitig verbauen die Münchner nicht nur die BMW M-typische vierflutige Auspuffanlage, sondern auch Leuchtengläser auf der so genannten Black Panel-Technologie. Black Panel-Displays finden sich bis dato nur bei modernen Fahrzeugen im Interieur – etwa analog zu klassischen Instrumententafeln. Durch ein Black Panel Display werden bestimmte Anzeigen innerhalb der Armaturen – z.B. Rundinstrumente, Tankanzeige, Tacho oder Drehzahlmesser – erst nach Einschalten der Zündung sichtbar. Im ausgeschalteten Zustand weisen derartige Displays eine schwarze, homogene Fläche auf. Mit der BMW 2002 Hommage adaptieren die Münchner diese Technologie auch bei der Heckleuchtengrafik, was ein deutlicher Hinweis auf Designveränderungen bei kommenden Model-Generationen sein könnte.

Viele Stilelemente nur für Kenner erkennbar

Kenner werden noch viele weitere Details entdecken, die die Hommage als deutliche Anlehnung an den ehemaligen BMW 2002 turbo entlarven. Dazu gehören „turbo“-Schriftzüge in Spiegelschrift, rechteckige statt L-förmige Heckleuchten oder ein rechts neben dem Nummernschild angebrachtes BMW-Logo. Insgesamt also eine Studie, die dem traditionellen BMW-Design treu geblieben ist – und dabei moderne Technologie in das Design einbettet. Schade nur, dass es die BMW 2002 Hommage nicht in die Serienreife schaffen wird, denn der unter Umständen kommende BMW M2 CSL wird sich rein optisch vom aktuellen M-Pendanten wohl nur unter dem Blechkleid entsprechend unterscheiden.

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