Donnerstag, Mai 6, 2021

Fahrvorstellung Honda CR-V: Großzügig und auf Tempo ausgelegt

Wenn die Honda Deutschland GmbH zu ihren Power of Dreams-Testtagen ruft, ist von der Organisation, aber auch von journalistischer Neugier binnen weniger Stunden ein Mammutprogramm zu bewältigen. Denn die angekündigte „Vorstellung der aktuellen Produkte aus allen Geschäftsbereichen“ bedeutet, dass neben Pkws, Motorrädern und Scootern auch Außenbordmotoren und der neue Roboter-Rasenmäher Miimo und eine Schneefräse mit von der Partie sind. Schlau machen konnte man sich sogar, wie Hondas Microblockheizkraftwerk ecoPower 1.0 funktioniert.

Thematisch einte alle Exponate, wie der neue Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Peter Treutel-Freund, in seinem Vortrag über den Werdegang des japanischen Unternehmens betonte, „Hondas Engagement für Produkte mit höchster Umweltverträglichkeit unter Nutzung von Produktionsprozessen mit den geringsten Auswirkungen auf die Umwelt“. Dazu mehr in einem späteren Beitrag.

CR-V in vierter Auflage
Vordergründiges Interesse weckte bei den Testtagen in Mainz Hondas aktualisierte Fahrzeugpalette, allen voran die vierte Auflage des mittlerweile weltweit fünf Millionen Mal verkauften Honda CR-V. 1995 war das SUV an den Start gegangen. Im Laufe der Jahre erfuhr sein Außendesign deutliche Veränderungen. Die Frontpartie fällt jetzt ausgesprochen markant aus. Auf den ersten Blick wirkt das Auto nun breiter und flacher, rundweg dynamischer. Dank einer weiteren Glättung der Karosserie (Frontstoßfänger, A-Säule, Heckspoiler, Abdeckung des Karosserieunterbodens) konnte der cw-Wert um 6,5 Prozent verbessert werden.

Ein „Eindruck von Offenheit“
Hondas SUV nahm zunehmend Pkw-ähnliche Konturen an. Und das ist dann auch der allererste Fahreindruck des neuen CR-V, den Insassen gewinnen: Ein auffallend leises Auto bewegt sich da fort. Solche Gediegenheit traut man einem SUV ja eher weniger zu. Das Interieur-Design orientiert darauf, Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen. Genau damit zu tun hat, was der Projektleiter für das Innendesign des neuen CR-V, Takehiro Ishibashi, erklärt: „Das erste, was wir mit dem Innendesign erzielen wollten, war ein Eindruck von Offenheit.“

Dem einnehmenden Gesamteindruck schadet offensichtlich selbst Hartplastik wenig, weil die verwendeten Materialen farblich miteinander harmonieren. Schon das Cockpit vermittelt angenehme Großzügigkeit. Zwar wurde das Lenkrad reichlich mit Tasten garniert, dafür aber liegen die wichtigsten Anzeigeinstrumente, die es zu beobachten gilt, genau im Fahrerblick. Durch Farbwechsel unterstützt die Umgebungsbeleuchtung des Tachometers eine kraftstoffsparende Fahrweise. Per Knopfdruck aktivieren lässt sich ein spezieller ECO-Modus. Beeinflusst wird dann die Gasannahme des Motors, und auch die Klimaanlage passt sich dem bewussten Sparwillen an.

Beispielhaftes Ladevolumen
Aufkommendes Raumgefühl hat nicht zuletzt mit der komfortablen Kopffreiheit und besseren Übersicht zu tun. Dazu passend schmückt sich der CR-V mit dem besten Ladevolumen seiner Klasse: 589 bis 1.669 Liter! Das gepriesene „Easy-fold-down“-Sitzsystem, das die geteilte Rückbank selbsttätig umklappen lässt, hat freilich einen kleinen Schönheitsfehler, den auch die um gut zwei Zentimeter abgesenkte Ladekante und die elektrische Heckklappe nicht wettmachen: Es entsteht keine völlig ebene Ladefläche.

Ausstattungen schaffen Branchenanschluss
Aufgerüstet wurde der neue CR-V mit solchen Ausstattungen, die heute mehr und mehr Einzug in Pkws halten. Sogar Kompakte profitieren von diesem Trend. Auch beim neuen Honda SUV gibt es jetzt die adaptive elektrische Servolenkung, und in die Scheinwerfer integriertes Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten sind ebenfalls Serie. Ein Start-Stopp-System haben alle Modelle mit Schaltgetriebe. Statt der Halogenscheinwerfer können Xenon-Scheinwerfer gewählt werden. Aktiver Spurhalte-Assistent (LKHS), Rückfahrkamera und Bluetooth-Freisprecheinrichtung demonstrieren, dass der neu CR-V Anschluss an den Branchentrend gefunden hat.

Testprogramm im Renntempo
Nicht unerwähnt lässt Honda, dass der neue CR-V selbstverständlich ein sehr umfangreiches Testprogramm auch in Europa hinter sich bringen musste und dabei unter anderem Torturen zu bewältigen hatte, die sich an den Beanspruchungen des Fahrzeugs orientierten, die die im Renntempo umrundete Nordschleife des Nürburgrings mit sich bringt. Dabei ging es vor allem um die Fahrwerksabstimmung für hohe Fahrgeschwindigkeiten. Sogar auf der Teststrecke im japanischen Takasu ist ein Teil der Nürburgring-Nordschleife nachgebildet worden.

Ab 3.November 2012 ist der neue Honda CR-V im Handel. Natürlich geht er wieder als Allradler an Start. Als Benziner gibt es ihn nun aber auch in einer Frontantriebsvariante. Motorisiert mit 2.0 i VTEC-Motor (155 PS) kostet dieser 2WD ab 22.990 Euro. Der Einstiegspreis für den 2.2 i-DTEC-Diesel (150 PS) 4WD beträgt 28.975 Euro, rund 2.500 Euro weniger als beim vergleichbaren Vorgänger.

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